Eye Tracking als Werbemittel

Der Mensch nimmt 90% aller Reize mit dem Auge auf. Wer bei der Werbung etwas erzielen möchte, muss sich damit beschäftigen, wie die Wahrnehmung einen Einfluss auf die Kommunikation hat. Mit Hilfe des Eye Trackings, kann entschlüsselt werden, wo der Leser zuerst welche Information aufnimmt. Was erzielt wirklich Aufmerksamkeit bei den Zielgruppen? Insbesondere bei dem Überangebot an Werbung, gilt es die eigene Werbung richtig zu platzieren.

 Eye Tracking Methode im Marketing 

Bei der Eye Tracking Methode werden Augenbewegungen aufgezeichnet und ausgewertet in Bezug auf bestimmte Gegenstände oder Oberflächen (z.B. Bildschirm). Dabei werden insbesondere die Zeiten registiert, in denen das Auge länger auf einer bestimmten Stelle bleibt. Auch stellen an denen das Auge sich schnell hin- und her bewegt, werden registriert. Hier gilt es vor allem die Werbung an den Stellen zu positionieren, wo das Auge länger verweilt. Gleichzeitig kann diese Methode verwendet werden, um in Ladengeschäften Regale optimal auszurichten.

 90% der Briefe werden geöffnet 

Wer als werbemittel Briefsendung verschicken will, sollte den Brief auf jeden Fall auf die Augenbewegung abstimmen. Im Durschnitt werden Briefe 12 Sec. Briefe geöffnet und gescannt. Das heißt, dass du zügig Aufmerksamkeit erzeugen musst, um den Leser länger an deinem Brief zu binden.

1. Logo
In der Regel wird oben rechts ein Logo platziert. Dies ist meist immer die erste Anlaufstelle für das Auge. Setze sein Logo, branding, hier.
2. Adresse
Die Adresse wird zügig geprüft. Von wem kommt das? Geht der Brief wirklich an meine Adresse?
3. Betreff
Worum geht es überhaupt? Dies ist der 3. Anlaufpunkt für das menschliche Auge.
4. Text A
Hier solltest du definitiv einen Vorteil für den Leser platzieren. Komm am besten gleich zur Sache, sodass der Leser Interesse hat diesen Brief weiter zu lesen.
5. Text D und Datum
Meist überspringt der Leser sofort den Text des Briefes und prüft, was unten steht. Dies resultiert daraus, dass aus gängien Briefen oftmals Forderungen am Ende stehen. Hier sollte wieder ein Vorteil platziert werden, der den Leser an den Brief “fesselt”. Man spricht hier ebenfalls von einem Response Verstärker. Fast zeitgleich wird das Datum geprüft. Wichtig ist hier, das Datum nicht zu allgemein zu verfassen (z.B. Mai 2016). Mehr Sicherheit bekommt der Leser mit einer ausgeschrieben Datumsanzeige (z.B. 22. Mai 2016).
6. Text C
Der Leser prüft kurz noch einmal über dem letzten Satz, ob es eine weitere Forderung oder einen Vorteil gibt.
7. Sehr geehrte(r) XXX
Weiterhin wird geprüft, ob der Leser wirklich angesprochen wird. Wenn die Anrede zu allgemein gefasst wird, fühlt sich der Leser nicht angesprochen Besser ist es, die Personen direkt anzusprechen. Versuche wenn es jedoch geht einen Personenkreis einzugrenzen, z.B. an die Hauseigentümer.
8 .Text B
Erst jetzt wird der Leser den eigentlichen Text lesen. Es erfordert viel Geschick, um den Leser bis zu diesem Punkt zu halten.
9. MfG
Zum Schluss liest der Leser noch, wer diesen Brief eigentlich verfasst hat.