Form des Maklervertrags

Maklerverträge können grundsätzlich formfrei geschlossen werden. Dies bedeutet, dass er mündlich, schriftlich oder durch eine schlüssige Handlung zustande kommen kann. Es handelt sich bei dem Maklervertrag um einen privatrechtlichen Vertrag, der durch Angebot und Annahme gem. §145ff. BGB zustande kommt. Erforderlich sind zwei übereinstimmende Willenserklärungen. Auch wenn ein Maklervertrag formfrei abgeschlossen werden kann, sollte zum Zwecke der späteren Beweisbarkeit eine Vereinbarung schriftlich festgehalten werden.

§ 11 MaBV (Maklerbauträgerverordnung)

Die MaBV (§11 MaBV) stellt jedoch die Anforderung, wonach der Immobilienmakler eine schriftliche Informationspflicht etwa über die Höhe der Provision und die Vertragsdauer gegenüber seinen Kunden hat. Ein Verstoß gegen die MaBV ist jedoch kein Verstoß gegen die Formvorschrift gem. §125 BGB. Folglich führen Verstöße gegen die MaBV nicht zur Nichtigkeit des Maklervertrages nach §134 BGB.

§ 2 Abs. 1 S. 2 WoVermRG (Wohnungsvermittlungsgesetz)

Ein Vertrag über die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume bedarf der Textform.




Notarielle Beurkundung bei Grundstückskaufverträgen

Handelt es sich bei einem Maklervertrag um eine Verpflichtung zur Veräußerung oder zum Erwerb eines Grundstückes, so ergibt sich eine Beurkundungspflicht aus § 311b BGB. Verpflichtet sich ein Interessent zum Ankauf oder Verkauf eines Objekts, bedarf dies der notariellen Beurkundung (Immobilie von Makler nachgewiesen).

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